Vor ein paar Tagen…
…habe ich Geschenke bekommen.
Und auch Geschenke verteilt.
Es bereitet ein wohliges Gefühl. Das Ego bläht sich auf und verdrängt Herz und Nieren um ein Weniges. Freundliche Grundstimmung erzeugt Lächeln, das der Welt dort draußen gewidmet ist undzurückgespiegelt wird. Und bald pendelt sich alles wieder ein in den alltagstauglichen Normalzustand normaler Menschen.
Hier und dort aber, früher, später und auch heute, springen Menschen über ihren Schatten und schenken sich selbst. Verlassen die relative Sicherheit ihres geordneten Lebens, trennen sich von Gewohnheiten, Besitz und ihren Lieben, um fortzuziehen, einer Idee zuliebe. Von Jesus über Franz von Assisi über Florence Nightingale, Martin Luther King, Albert Schweitzer und Janusz Korczak…bis Jane Goodall.
Und…ich?
Edle Träume. Diffuse Pläne. Aufwachen mit Abwehr, Spott, Scham.
An manchen Tagen ein Aufschwung zum Wollen—
Aber, alles so schwierig, schwierig. Nüchtern betrachtet: Ganz unmöglich. (Haustierbedingt, das auch.)
Vielleicht wäre es besser, mit kleinen Schritten zu beginnen -, nein, mit dem allerkleinsten: So wie der Gelehrte Chögyam Trungpa schrieb: ≈ „…Wirst du um Tee gebeten, bereite Tee zu. Will man Kaffee von dir, bereite Kaffee…“ .
Das klingt einfach. Das kann ich. Meinetwegen auch Nudeleintopf, denn von Tee wird keiner satt.
Oder, hier: „…Wenn jemand von dir verlangt, eine Meile mit ihm zu gehen, dann gehe zwei…“ (Matthäus 5:41)
Tee und Zeit schenken: Ja, das möchte ich gerne. Dabei aber unbedingt darauf achten, bis zum Mittagsschlaf wieder daheim zu sein!